Montag, 23. April 2012

Welttag des Buches

Natürlich muss dieser Tag feierlich begangen werden, denn ohne Bücher und die (meist) wunderbaren Geschichten in ihnen wäre die Welt wesentlich ärmer. Lesen macht reich im besten Sinn, es reichert uns an mit Erlebnissen, die wir nie haben und Erfahrungen, die wir nie machen könnten.

Für mich ist das ein schöner Anlass, mich an die Bücher zu erinnern, die ich als Kind verschlungen habe, die sich in mir festgesetzt haben und mich immer begleiten werden.

1
 Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf
Pippi war meine erste Heldin. So unerschrocken und frech wollte ich auch sein, und tat mein Bestes, meinem Vorbild nachzueifern.

2.
Jean Craighead George: Julie von den Wölfen
Ich glaube, das war das erste Buch, das mich zum Weinen gebracht hat. Als Amaroq, der grosse Leitwolf, stirbt, war ich vollkommen fassungslos.

3. Lewis Caroll: Alice im Wunderland
Dieses Buch war immer da, seit ich denken kann. Und die Vorstellung, dass man nur durch ein Kaninchenloch zu schlüpfen braucht, um in einer anderen Welt zu landen, die nach ganz anderen Gesetzen funktioniert als unsere, hat mich bis heute nicht losgelassen.

4.
Henry Winterfeld: Caius, der Lausbub aus dem alten Rom
Diesem Sammelband mit allen drei Büchern verdanke meine erste durchlesene Nacht, und am Morgen haderte ich mit einer Welt, in der Zeitreisen unmöglich sind, weil ich mir nichts sehnlicher wünschte, als im alten Rom zu leben. Woran sich bis heute eigentlich nichts geändert hat.

5. Wilhelm Busch: Gesammelte Werke
Wir hatten zwei alte, unglaublich schwere Bände mit Wilhelm Buschs gesammelten Werken zu Hause, noch in Fraktur gedruckt, in denen ich mit grösstem Vergnügen geschmökert habe. Der bitterböse Humor hatte es mir angetan, und "Plisch und Plum" war meine Lieblingsgeschichte. 

Es gab noch viele andere Bücher, die mich in ihre Welt hineingezogen haben, aber diese fünf haben eine besondere Rolle in meinem Leserleben gespielt und dazu beigetragen, dass ich das mache, was ich mache: Mir etwas auszzudenken und es aufzuschreiben. 

Heute geschieht es nur noch sehr, sehr selten, dass ein Buch ein Teil von mir selbst wird, und umso mehr hege ich die Schätze, die ich bereits gesammelt habe.

Liebe Grüße,

Mascha